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Geschichte der Mode
"Das einzige Gesetz, dem die Mode unterliegt, heißt: mit der Zeit gehen.
Der Zeitgeist prägt die Mode, so wie die Mode den Zeitgeist mit beeinflusst."
Aenne Burda
1980
Die glamourösen Achtziger
Lust auf Luxus

Zugegeben, in den 80ern wurde ziemlich dick aufgetragen … Nicht nur beim Make-up, da waren Neonfarben, endlos Lidstrich und knallrote Lippen der letzte Schrei, sondern auch bei der Art, sich selbst darzustellen. Statussymbole wie schnelle Autos, am liebsten schnittige Cabriolets, Nobel-Uhren oder die Eigentumswohnung inklusive Chromregal, Ledercouch und Halogenstrahler durften ebenso wenig fehlen wie das passende (Designer-)Outfit.

Die Frauen der 80er hatten die Lust an Luxus und Glamour für sich entdeckt und wussten ganz genau, wohin sie im Leben wollten: nämlich nach ganz oben in die Führungsetagen der Großkonzerne! Auf direktem Weg, versteht sich! Klar, dass sich dieses neue Selbstbewusstsein auch in der Kleidung ausdrückte. „Dress for success“ schien als Etikett in jedes Kleidungsstück genäht zu sein.

Die X-Silhouette war die wichtigste des Jahrzehnts. Dabei wurden die Schultern mit Polstern und die Taille mit extra breiten Gürteln betont – eine wahre Liebeserklärung an die weibliche Figur. Die X-Silhouette feiert übrigens ihr Comeback im Kinofilm „Sex and the City“. Darin stöckelt Kim Cattrall alias Samantha Jones unter anderem in einem leuchtend roten Kostüm mit auffallend breiten Schultern durch die Straßen New Yorks – und sieht fabelhaft darin aus. Vielleicht der beste Beweis, dass die Mode der Achtziger zu unrecht als „geschmacklos“ verschrien ist. Es durfte eben von allem ein bisschen mehr sein, modische Fehltritte wie Netzhemden, Cowboy-Boots und babyblau gebleichten Karottenjeans inklusive!

Feine Strickstoffe eroberten damals auch die Abendmode und waren mindestens ebenso en vogue wie dicke Goldketten, Dauerwellen und die TV-Serie „Dallas“. Neuartige Stretch-Materialien und Chemiefasern eröffneten Designern wie Gianni Versace, Thierry Mugler und Azzedine Alaia ungeahnte Möglichkeiten und brachten die Aerobic-Welle nebenbei erst so richtig ins Rollen. Fitness-Göttin Jane Fonda machte vor, wie man im Sportstudio stilvoll ins Schwitzen kam – mit Fönwelle, Streifen-Body, Glanzleggins und Stulpen! Am liebsten zu Hits von Cyndi Lauper („Girls just wanna have fun“) oder Pop-Königin Madonna. Die outete sich zu jener Zeit ungeniert als „Material Girl“ und schrieb mit knappen Corsagen Modegeschichte. Ein Trend, den auch das burda Modemagazin aufgriff und gewohnt alltagstauglich umsetzte. Natürlich gab es Kostüme in der beliebten X-Silhouette zum Nachnähen. Genauso wie die frechen Stretch-Kleidchen aus Elastik-Stoffen. In unserer Foto-Show gibt’s noch mehr Highlights aus den 80ern zu sehen – ein Klick genügt und schon kann die Zeitreise beginnen …

Foto-Show
burda Modelle Herbst 1980/ Winter 1981


 
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